Leckageortung

Infrarot-Thermographie

Die Infrarot-Thermographie ist ein berührungs- und zerstörungsfreies Verfahren zur Leckageortung. Mit Hilfe von Thermografiekameras (testo Wärmebildkamera Modell 871/868) lassen sich Wärmestrahlungen und Temperaturunterschiede abbilden. Leckagen an Rohrleitungen werden in einem Thermobild visuell dargestellt.[show_more more=weiterlesen color color=“#2f2483″] Mittels der Infrarotkamera werden Oberflächentemperaturen gemessen. Das erzeugte Wärmebild dokumentiert die ermittelten Temperaturdifferenzen. Speziell bei warmwasserführenden Leitungen ist dies eine der besten Methoden, evtl. vorhandene Undichtigkeiten aufzuspüren. Da an der undichten Leitung warmes Wasser ausströmt, erwärmen sich die Bauteile an dieser Stelle – die Undichtigkeit kann somit genau lokalisiert werden. Auch Kaltwasser- und Abwasserleitungen können mit der Infrarotkamera geprüft werden. Hierzu ist es lediglich erforderlich, die Kaltwasserleitung provisorisch an die Warmwasserleitung anzuschließen, so dass diese jetzt mit Warmwasser befüllt werden kann.[/show_more]

Elektro-Akustische Leckortung

Mit feinsten Akustiksensoren (Rothenberger Leckortungsgerät RoLeak Aqua Plus) werden die Leitungsverläufe auf Leckagegeräusche abgehört. Durch die Schallwellenmessung können Lauf- und Tropfgeräusche wahrgenommen werden. An einer vorhandenen Leckstelle entsteht meist ein Geräusch, das sich nach beiden Seiten der Leckstelle ausdehnt.[show_more more=weiterlesen color color=“#2f2483″] Mit dem sogenannten Kontaktmikrofon kann dieses Geräusch an geeigneten Stellen wahrgenommen werden (z. B. Heizkörper, Armaturen etc.). Je intensiver das Geräusch an den Messstellen aufgenommen wird, desto näher befindet sich der Meßpunkt an der Leckstelle. Durch schrittweise Annäherung an die Stelle mit der höchsten Geräuschintensität kann die Schadensstelle relativ genau geortet werden. Ist der Schadensort mit dem Kontaktmikrofon nicht mehr genauer bestimmbar, besteht jetzt die Möglichkeit, mit dem Boden- oder Oberflächenmikrofon die eingegrenzte Fläche näher zu untersuchen, um exakt an die Leckstelle zu gelangen. Das Elektro-Akustik-Verfahren dient dem Auffinden von Undichtigkeiten im Bodenablauf, Schächten und Wandflächen.[/show_more]

Rauchgasprobe

Bei dieser Verfahrenstechnik wird mittels einer Nebelmaschine (HEYLO Nebelgenerator Thermofogger BASE CLASSIC) Rauch erzeugt, welcher anschließend in aller Regel über einen Seitenkanalverdichter in Hohlräume eingeblasen wird. Bei der Leckstellenermittlung an Flachdächern wird wie beim Gasprüfverfahren, über geeignete Stutzen der Rauch in die Dämmschichtunterhalb der Dachhaut eingeblasen. [show_more more=weiterlesen color color=“#2f2483″] Der Rauch verbreitet sich innerhalb kurzer Zeit im Flachdach und strömt sichtbar an der undichten Stelle aus dem Flachdach aus. Geeignet ist das Verfahren ebenso zum Aufspüren von Undichtigkeiten im Bodenbereich. Stellt sich z. B. das Problem im gewerblichen Küchenbereich, so wird der Rauch in die Dämmschicht unterhalb des schwimmenden Estrichs eingeblasen. In aller Regel tritt der Rauch sofort aus den undichten Verfugungen oder defekten Fliesenbelägen aus. Die Leckstellen können also auch mit dieser einfachen Methode geortet und saniert werden.[/show_more]

Anstaube-wässerung optional mit Farbmittel

Flachdachflächen und Anschlussbereiche werden mittels Absperrungen angestaut. Optional kann Markierungsfarbstoff wie Uranin oder Luminat eingesetzt werden (HEYLO Lecksuchfarbe). Das Färbemittel kann aufgrund seiner geringen Pigmentgröße auch Kapillare durchwandern. [show_more more=weiterlesen color color=“#2f2483″]Der Austritt auch kleinster Spuren des Markierungsmittels an Boden, Wand oder Decke wird dann unter dem Schwarzlicht der UV-Leuchten (HEYLO UV-Lampe Floroeszin) sichtbar.[/show_more]

Endoskopie

Generell wird hier zwischen starren und flexiblen Endoskopien unterschieden. Zum Einführen des Endoskops (J.C. Schwarz Inspektionskamera) wird nur eine sehr geringe Öffnung benötigt. Oftmals ist hierzu eine Kernbohrung von ca. 10 mm Durchmesser in Wände oder Böden bereits ausreichend. [show_more more=weiterlesen color color=“#2f2483″] Diese Art der Leckageortung wird u.a. zum Aufspüren von Undichtigkeiten in Boden- oder Wandschächten, vorrangig jedoch überwiegend zur Untersuchung der Oberfläche der Baumaterialien in Hohlräumen eingesetzt. So werden z. B. Holzbalkenkonstruktionen in Boden und Wandaufbauten auf Schäden überprüft, so dass eine evtl. erforderliche Sanierung im richtigen Umfang vorgenommen werden kann.[/show_more]

Tracer-Gas-Verfahren

Sollte sich im Leitungssystem eine Leckstelle befinden, die sehr klein ist, wird an dieser Stelle kein Ausströmgeräusch durch entweichendes Wasser zu ermitteln sein (elektroakustische Meßverfahren führen hier zu keinem Erfolg). Alternativ besteht hier die Möglichkeit, ein “dünnflüssiges” Gas in das Leitungssystem zu pressen. [show_more more=weiterlesen color color=“#2f2483″]Zur genauen Ermittlung der Schadensstelle ist es zunächst erforderlich, das betreffende Leitungssystem ganz zu entleeren. In die Leitung wird ein spezielles Gasgemisch (in aller Regel werden hierzu Stickstoff mit 5 % Wasserstoff aber auch andere handelsübliche Gase verwendet) eingegeben. Das Prüfgas entweicht an der Leckstelle und kann somit mit einem dafür geeigneten Detektor (Gaslecksuchgerät GD380) ermittelt werden (gegenüber Wasser tritt Gas in ca. 10-facher Menge aus und ist leicht nachweisbar). Das Verfahren findet überwiegend Anwendung bei Undichtigkeiten im Bereich von Flachdächern. Hier wird das Gasgemisch mittels Kernlochbohrungen und geeigneten Stutzen in das Flachdach eingeblasen. Ebenfalls besonders zu empfehlen ist das Verfahren bei nicht metallischen Leitungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.[/show_more]